Wie entstand der Name Heuwusler?

Wir (Andrea und Jürgen) hatten im März 2010 ein Notfall-Meerschweinchen zu Hause (Kobay; siehe vermittelte Notfellchen). Der arme Kerl war anfangs total panisch und sass immer nur im Häuschen. Wenn es einen frischen Berg Heu gab, hat er sich rausgetraut, ist aber dann sofort unter den Heuberg geschlüpft und hat von dort aus das Heu gemümmelt. Man hat immer nur was wuseln gesehen. Von da an sagte ich immer: "Ich muss noch den Heuwusler füttern" - der Name war geboren. Jürgen und ich dachten, das wäre doch ein schöner Name für eine Notstation. Wir erzählten Kerstin von der Idee. Sie sagte sofort "JA", setzte die Idee auch gleich um und gestaltete zusammen mit ihrem Mann Micha diese Homepage und überraschte uns damit. Anja konnten wir von dieser Aktion auch sofort begeistern und somit sind wir ein kleines Meerschweinchen-verrücktes Team mit den gleichen Ambitionen und dem selben Ziel.

Wir konnten Nicole Teusler (siehe unter Kontakte) begeistern, das Heuwusler-Logo zu zeichnen. Jeder von uns hat hierfür eines seiner Tiere ausgewählt. Nicole hat sie porträtiert und mit viel Liebe zum Detail dieses wunderbare Logo kreiert. Dabei waren wir weiss Gott kein leichter Auftraggeber. Die Vorentwürfe wurden penibelst geprüft und immer wieder wollten wir etwas geändert haben. Wir sind halt auch hier wie bei unseren Platzkontrollen kritisch.

Liebe Nicole: vielen Dank dass Du so viel Geduld mit uns hattest. Das Ergebnis finden wir großartig!!! smiley smiley

Wer ist wer?

Wir möchten Euch nun gerne die jeweiligen Heuwusler vorstellen. Natürlich gibt es zu jedem Meeri auch eine Geschichte, warum ausgerechnet dieses Tier aufs Logo kam. Aber das soll Euch jeder selber erzählen.

Miep-Miep (links im Bild) - von Anja:

Ich habe Miep gewählt, weil Miep das älteste Mädchen aus meiner Truppe ist und ein besonderes Schwein! Sie hat nicht nur die "Ich-war-es-nicht-Maske" im Gesicht, mit der sie überall inkognito durchkommt, sondern sie gehört einer ausgefallenen Untergruppe von Meerschweinen an, den sogenannten
" Flugschweinen ". Miep hat schwere Arthrose in den Hüften und in den Kniegelenken und tut sich oft schwer mit dem Aufstehen, wenn es bei ihr aber nur die leiseste Vermutung auf die Gabe einer Leckerei gibt, dann kann Miep fliegen ! Echt wahr! Da überwindet sie Hürden, wo jedes junge Schwein nur staunen kann! Brücken, Rampen Kuschelsäcke....alles nichts, was sie wirklich aufhalten kann ! Eigentlich gibt es auch nichts was Miepi nicht gerne frisst und dafür würde sie echt alles machen. Ein weiteres Highlight dieses Schweines ist ihr Stimmungsmesser in den Ohren. Im Normalzustand sind die beiden süßen Ohren in einem Weiß-oder Rosaton, wenn man Miep aber streichelt, füttert oder beschäftigt, dann werden die beiden knallrot und man hat oft das Gefühl, dass die gleich platzen müssen. Mit meinem Sensibelchen Strolchi bildet sie ein echt schrulliges und total liebenswertes Rentnerpaar, das ich über alles liebe!

Nun ist am 28.7.2011 auch das letzte unserer Logo-Schweinchen zum Sternchen geworden. Nur 8 Wochen nach meinem geliebten Strolchi hat nun auch Miep den Weg über die Regenbogenbrücke gehen müssen, denn die Arthrose und der Tumor in ihrer Leiste haben sie immer bewegungunfähiger gemacht und somit haben wir sie schweren Herzens gehen lassen. Nicht nur auf unserem Logo wird sie für mich immer etwas besonders sein, sondern auch in unseren Gedanken und Erinnerungen! Das nette Oldie-Paar fehlt uns hier enorm und ihr Eigenbau scheint nun völlig verwaist und leer...
Miep und Strolchi.....jeden Abend such ich Euch am Sternenhimmel und finde Euch als kleinen dicken Stern und einen, der sich ganz sachte und liebevoll an ihn ankuschelt! Ihr habt Euch beide vor zwei Jahren als "Pflegefälle" in mein Herz gemogelt und werdet diesen Platz dort immer behalten! Habt Dank für jeden gemeinsamen Tag! Alle Schweine sind besonders, aber einige sind eben einzigartig!

Leider hat Anja hat das Team im November 2011 verlassen.

Kelly (liebevoll nur Kröte genannt - Mitte im Bild) - von Andrea und Jürgen:

Kelly war das erste Meerschweinchen, das wir vor ca. 6 Jahren aus einer privaten Meerschweinchen Notstation (Die Gurkenmonster) zu unseren anderen Meeris übernommen haben. Es war anfangs gar nicht so einfach mir ihr, denn sie war sehr dominant, eine kleine Zicke sozusagen. IHR war natürlich klar, wer Chef bzw. die Chefin im Stall ist. Ihre Rechte in der Gruppe machte sie allen klar, Futter gabs ihrer Meinung nach nur für sie und der Kastrat gehört sowieso nur ihr allein. Nach und nach wurde es besser und sie ließ nur noch manchmal den "Hauptmann" - äh "Hauptfrau" raushängen. Jetzt fragt Ihr Euch, warum ausgerechnet so ein Tier so einen "Stellenwert" als Logotier hat.

Nun, Kelly stand zwar gerne im Mittelpuntk, trotzdem entwickelte sie sich zu einer liebenswürdigen und sehr intelligenten Dame. Sobald man ihren Namen rufte, kam sie angelaufen. Ihre Stimme war ohrenbetäubend und wir haben uns oft nur vor den Eigenbau gesetzt um sie zu beobachten. Sie hat uns immer zum Lachen gebracht mit ihrer ganz besonderen, eigenen Art. Kelly war hartnäckig und zäh, hat schon 3 Kastraten überlebt und eine sehr riskante 4-stündige Blasenstein- und Zysten-OP. Kelly war eine Kämpferin mit starkem Lebenswillen. Ihr "Dickschädel" und ihr "Ich will" hat ihr 2 mal das Leben gerettet als sie dem Tod näher war als dem Leben. Ich hab immer gesagt: Kelly wird uralt. Leider hab ich mich da getäuscht, und hab die Rechnung ohne den Uterustumor gemacht. Sie wurde mit der Zeit immer müder, kam zwar nach wie vor an die Scheibe und hat laut Brüllend ihr Futter eingefordert. Dabei durfte ich immer ihr Krönchen streicheln. In den letzten Monaten war sie eine regelrechte Schmuserin. Wir haben wochenlang zusammen gekämpft wie ein Löwe, es war ein Auf und ein Ab. Leider hat sie schließlich die Kraft verlassen und am 03.09.2010 ist Kelly über die Regenbogenbrücke gegangen. Ein Charakter-Schweinchen hat uns verlassen und eine große Lücke hinterlassen. Als Kelly gestorben ist war es stundenlang so leise, dass man dachte, wir hätten keine weiteren Tiere (zu dem Zeitpunkt hatten wir 12 Meeris). Als Logotier wird Kelly weiterleben; in unserem Herz wird sie es sowieso immer.......

Ronja (rechts im Bild) – von Kerstin und Micha:

Warum ich mir Ronja ausgesucht habe? Ronja war ein ganz besonderes Schwein. Versteht mich nicht falsch, jedes Tier ist besonders, aber manche berühren uns tiefer als andere, berühren die Seele. Als Ronja zu uns kam, war sie bereits schwer krank. Niereninsuffizienz, Blutarmut und abgemagert...Ein Tier, bei dem es rein medizinisch keine Chance mehr gab. Manchmal hatte ich gerade bei ihr das Gefühl, das wir so oft haben: Nicht wir suchen uns die Tiere aus, die Tieren suchen uns aus. Wie gesagt, eigentlich war es nach dem Laborbefund und den unglaublichen Ergebnissen aussichtslos. Sie hatte jedoch einen so unglaublichen Lebenswillen und zeigte uns jeden Tag aufs Neue, dass sie leben WILL und so kämpften wir 3 Monate für sie und mit ihr. Päppeln, Infusionen, Medikamentengabe, Schmusen...ich weiss selbst nicht, wie wir es gemacht haben aber unser Tagesablauf bestand nur noch aus Ronja. Jeden Tag bangen, hoffen, wiegen, verzweifeln und wieder hoffen. Jeden Tag ein Wechselbad der Gefühle und immer das Zweifeln, ob es richtig ist, was man tut. Und jeden Tag zeigte sie uns aufs neue: Hey, gib mich nicht auf.... ich möchte leben... wenigstens ein bisschen... einmal ins Grüne können, einmal Schwein sein dürfen. Als sie am 14. Februar 2010 dann an den Folgen ihrer Krankheiten verstarb, war es als würde mir ein Teil meines Herzens rausgerissen. Wir haben so hart gekämpft, wir haben sie so sehr geliebt-SIE hat uns getröstet und uns Kraft gegeben, uns gezeigt, wie ehrlich und bedingungslos die Liebe und das Vertrauen eines Tieres sind...

Es mag komisch klingen, aber jeden Tag stehe ich Abends vor meinem Haus im Garten und schaue auf Ronjas Grab.

Ich habe ihr ein Versprechen gegeben und das werde ich halten: Wann immer mich Tiere in Not brauchen, werde ich alles in meiner Macht stehende tun, um ihnen zu helfen. Ich werde kämpfen, ich werde alles tun, damit es Ihnen gut geht, ich werde ihnen ihre Würde zurückgeben, die Ihnen so oft genommen wird, ich werde ihnen all die Liebe, Kraft und Hilfe geben und ihnen den Respekt entgegenbringen, den sie verdienen.

Deswegen Ronja, stellvertretend für alle andren Tiere, die uns brauchen! Es kostet Kraft, Mut und ist viel Arbeit, aber die kleinen Seelen sind so unglaublich dankbar!

So, das wars! Jetzt wisst Ihr mal wie alles begonnen hat. Wir wünschen Euch weiterhin viel Spaß beim Lesen und vor allen Dingen beim Verlieben in unsere Notfellchen! smiley

Viele Grüße, Eure Andrea