Damit ihr euch unsere Arbeit besser vorstellen möchten wir euch an dieser Stelle ein paar Einblicke über unsere Arbeit geben. Einige von Euch waren schon bei uns Zuhause und konnten live sehen, wie die Heuwusler-Notfellchen wohnen.
Es ist nicht so, wie fälschlicherweise oft angenommen, dass wir räumliche Kapazitäten hätten wie ein Tierheim. Im Gegenteil: Alle Heuwusler Notfellchen werden in unseren privaten Räumlichkeiten betreut, aber wir alle haben keine 1000 Quadratmeter-Wohnung mit endlos viel Platz. Neue Notfellchen, die bei uns ankommen, müssen erst einmal in Quarantäne und tierärztlich gecheckt werden. Das heißt: Sie sitzen nicht im selben Raum wie die schon gecheckten Tiere, bis ausgeschlossen ist, dass sie irgendeine Krankheit, die für andere gefährlich sein könnte, mitbringen.
In Hoch-Zeiten hat jeder von uns (neben seinen eigenen Tieren) bis zu 10 Notfellchen zu betreuen. Hätten wir nicht zusätzlich helfende Hände in Form von Pflegestellen, wäre vieles garnicht machbar.
Da wir eben nur eine kleine, private Notstation sind, haben auch wir irgendwann das Limit erreicht und müssen ablehnen, wenn jemand Tiere abgeben will. Dies wird oft falsch verstanden oder uns als nicht kooperativ oder unwillig ausgelegt.
Dem ist definitiv nicht so! Schlichtweg können und wollen wir keine Tiere stapeln - es muss immer gewährleistet sein, dass die Tiere solange sie sich in unserer Obhut befinden ausreichend Platz haben und vernünftig versorgt werden können.
Unkastrierte oder frisch kastrierte Böckchen, kranke Tiere, Pfleglinge etc... all diese Tiere brauchen Platz und sie bedeuten für uns teilweise immens pflege- und kostenintensive Herausforderungen, die oft den Rahmen des Zumutbaren sprengen. Wir alle arbeiten Vollzeit - das heißt, alles rund um die Heuwusler (Beratungsgespräche, Platzkontrollen, Vermittlungen, Tierarztfahrten, Versorgen/Päppeln, oft auch nachts, Homepage-Updates etc.) findet nach Dienstschluss, an den Wochenenden und auch an Feiertagen statt.
Dies bitten wir dringend zu bedenken! Wir wollen nicht jammern, sondern nur aufzeigen, dass es nicht immer ganz so einfach ist, wie vielleicht der eine oder andere denkt.
In diesem Sinne möchten wir nochmals um Verständnis bitten und hoffen, dass so mancher, dem wir absagen müssen und an andere Notstationen verweisen mussten versteht, WARUM wir das machen mussten.
Jeder Tierschutzverein, jede Notstation, jedes Tierheim kennt diese Probleme, dass sie oft aus allen Nähten platzen. Deshalb unser dringender Appell: Wenn man sich ein Tier zulegt - bitte daran denken, dass genau solche "Second-Hand-Tiere" ganz dringend ein schönes Zuhause brauchen!!!